Vom Gefühl, nicht dazuzugehören, zur echten Verbindung
Wer hier schreibt und warum
Warum fühle ich mich oft einsam? Warum habe ich das Gefühl, dass meine Freundschaften mich nicht wirklich erfüllen? Warum fällt es mir so schwer, neue Freundschaften und Beziehungen zu knüpfen
Diese Fragen haben mich lange Zeit meines Lebens begleitet.
Ich bin Kerstin, zu dem Zeitpunkt, an dem ich diese Zeilen schreibe, 38 Jahre alt, und ich habe mich lange mit der Frage beschäftigt, warum ich mich einsam fühle und warum all die gängigen Methoden, die auch ich versucht habe, umzusetzen, nichts gebracht haben.
In diesem Blog möchte ich die Antworten, die ich gefunden habe mit dir teilen. Dabei wird es um meine persönlichen subjektiven Erfahrungen gehen, aber auch um theoretische und wissenschaftliche Hintergründe aus Psychologie und Coaching.
Heute fühle ich mich nicht mehr einsam, habe wundervolle Freundinnen und Freunde und einen liebevollen Partner. Außerdem bin ich Coach und begleite andere Menschen auf ihrem individuellen Weg aus der Einsamkeit hin zu Beziehungen, in denen sie sich gesehen, glücklich und verbunden fühlen. Lass uns starten mit dem ersten Teil des Blogs:


Warum du dich einsam fühlst – obwohl du nicht allein bist
Die wichtigste Antwort, die kaum jemand kennt
Warum fühle ich mich einsam? Das ist eine Frage, die mich in meinem Leben immer wieder auf die eine oder andere Weise beschäftigt hat. Dabei hat sich dieses Biest der Einsamkeit in ganz unterschiedliche Gewänder gekleidet.
Zuerst zeigte sie sich im Teenager-Alter mit der Frage: „Warum habe ich oft keine Lust, mich mit meinen Freundinnen zu treffen? Warum erfüllt mich ihre Gesellschaft nicht wirklich, sodass ich meine Freizeit lieber alleine verbringe?“
Im jungen Erwachsenenalter kam die Frage dazu: „Warum gelingt es mir nicht, einen Partner zu finden?“
Äußerlich betrachtet fehlte es mir dabei an wenig. Es gab immer Menschen in meinem Leben, die zu mir gestanden haben (mal mehr, mal weniger) und dennoch fehlte etwas in mir: Aber was?
Diese Frage hat dazu geführt, dass ich mich irgendwann auf die Suche gemacht habe. Auf die Suche nach diesem fehlenden Bruchstück, das immer wieder dazu geführt hat, dass ich mich einsam gefühlt habe, unverstanden, anders und dass ich das Gefühl hatte, dass das mein Leben lang so bleiben würde…
Was Einsamkeit wirklich ist
Zunächst einmal möchte ich betonen, dass Einsamkeit und Alleinsein nicht das Gleiche sind. Ich unterscheide bewusst zwischen beiden:
Alleinsein ist ein Zustand, in dem du nur mit dir selbst bist, ohne einen anderen Menschen in deiner Nähe. Dieser Zustand an sich ist neutral und kann als angenehm und wertvoll, aber auch als extrem belastend und beängstigend wahrgenommen werden.
Einsamkeit dagegen ist ein Gefühl. Es zeigt sich auf ganz unterschiedliche Weise: In dem Bedürfnis nach Gesellschaft, in Trauer um einen anderen Menschen oder in Trauer um fehlende Kontakte. Sie zeigt sich in Hilflosigkeit und Ohnmacht, in Angst, vielleicht sogar in Wut. In jedem Fall ist es ein Gefühl, das als schmerzhaft wahrgenommen wird und aus dem der Ausweg oft nicht mehr sichtbar ist.

Wenn du dich selbst schon öfters einsam gefühlt hast, hast du bestimmt häufiger den Satz gehört: „Du muss halt öfters unter Menschen gehen.“ Dazu kommen dann oft Ratschläge wie: „Melde dich doch mal in einem Verein an.“, “Geh doch mal ins Internet. Da gibt es verschiedene Seiten, auf denen du Leute kennenlernen kannst.“ Oder in meinem Fall: „Du bist doch viel auf Konzerten. Kannst du da nicht jemanden ansprechen?“ Und ganz oft funktioniert genau das eben nicht. Ich bin raus gegangen: Zum Volleyball, zum Yoga, auf Konzerte, auf Festivals. Ich habe auch versucht, Kontakte über das Internet zu knüpfen – und meistens bin ich gescheitert. So, wie viele andere Betroffene auch.
Ratschläge helfen nicht
Der Grund dafür ist der: Solche Ratschläge, so gut gemeint sie sind und so sinnvoll sie erst mal erscheinen, lösen nicht die eigentliche Ursache der Einsamkeit: Den fehlenden Bezug zu sich selbst! In Wahrheit ist Einsamkeit nämlich nicht die reine Folge fehlender Kontakte mit anderen Menschen. Sie ist das spürbare Symptom der fehlenden Verbundenheit mit sich selbst.
Deshalb gibt es Menschen, die sich alleine pudelwohl fühlen und Zeit mit sich selbst genießen können.
Deshalb gibt es aber auch Menschen, die sich gerade in Gruppen besonders einsam fühlen.
Deshalb gibt es sogar Menschen, die sich innerhalb funktionierender und eigentlich sogar glücklicher Partnerschaften einsam fühlen.
Denn wenn du nicht mit dir verbunden bist, kannst du keine dauerhafte Nähe zu anderen Menschen spüren.
Die eigentliche Ursache der Einsamkeit

Dabei hatten wir diesen Bezug zu uns selbst alle, als wir auf die Welt gekommen sind. Jedoch verlieren viele von uns ihn leider meist im Laufe unseres Lebens:
Wir lernen schon als Kinder, dass wir auf eine bestimmte Art und Weise zu sein haben, oder bestimmte Anteile unseres Wesens nicht zeigen dürfen. Wir sollen lieb, nett und angepasst sein. Oft wird uns eingetrichtert, dass die Bedürfnisse der anderen wichtiger sind, als unsere eigenen und dass wir es allen anderen möglichst recht machen sollen, damit wir liebenswert sind. Auf diese Weise beginnen wir mehr und mehr unseren Wert an das Außen zu knüpfen und damit auch unsere Aufmerksamkeit auf unsere Mitmenschen zu richten. Wir definieren uns als liebenswert, wenn wir für andere da sind und als egoistisch, wenn wir zuerst auf unser eigenes Wohlbefinden schauen.
Auf diese Weise verlieren wir aber die wichtigste Beziehung in unserem Leben: Die zu uns selbst!
Eng damit einher geht, dass wir als Kinder lernen, dass andere Menschen für die Erfüllung unserer Bedürfnisse verantwortlich sind. Und während das der Wahrheit entspricht, solange wir Kinder sind, bekommen viele von uns den Übergang nicht hin, als Erwachsene die Verantwortung für die eigenen Bedürfnisse selbst zu übernehmen. Paradoxerweise kümmern wir uns dann um die Bedürfnisse unserer Mitmenschen und vernachlässigen unsere eigenen, während wir gleichzeitig erwarten, dass die anderen sich wiederum um unsere Bedürfnisse kümmern. Verrückt, oder? Und dabei fühlen wir uns nur glücklich und erfüllt, wenn unsere Bedürfnisse gestillt sind. Wenn wir aber die Verantwortung dafür nach außen abgeben, bleibt oft eine innere Leere zurück.
Und natürlich verläuft kein Leben ohne Herausforderungen. Es gibt wahrscheinlich keinen Menschen auf dieser Welt, der nicht irgendwann im Laufe seines Lebens von einem anderen Menschen emotional verletzt wurde. Da solche Verletzungen aber sehr weh tun, versuchen wir, uns vor weiteren ähnlichen Erfahrungen zu schützen. Das tun wir, indem wir uns emotional verschließen, eine Schutzmauer hochziehen und andere Menschen nicht mehr wirklich an uns heranlassen. Hinter dieser Schutzmauer vereinsamen wir jedoch mehr und mehr.
Die ersten Schritte aus der Einsamkeit
Für mich persönlich war der erste Schritt aus der Einsamkeit, erst mal zu erkennen, mit welchen Schutzmechanismen ich mich vor emotionalen Verletzungen, damit aber auch vor (zu viel) Nähe geschützt habe. Und gleichzeitig durfte ich erst mal lernen, mich selbst anzunehmen, für mich einzustehen, mich wirklich wichtig zu nehmen und damit die Verantwortung für meine Bedürfnisse zu übernehmen.
Wenn es dir ähnlich geht und du dich in meiner Geschichte wiedererkannt hast, lade ich dich ein, dich das nächste Mal, wenn die Einsamkeit dich zu überrollen droht, zu fragen:
Was wünschst du dir gerade wirklich? Welches deiner Bedürfnisse ist gerade nicht erfüllt?
Wovor hast du gerade am meisten Angst? Vielleicht davor, verletzt zu werden? Vielleicht davor, alleine zu bleiben?
Und was kannst du selbst gerade für dich tun, um dich ein kleines bisschen – wirklich nur ein kleines bisschen – besser zu fühlen?
Und wenn du tiefer mit mir in das Thema der Einsamkeit einsteigen willst, kannst du dich jetzt schon auf viele weitere Artikel freuen, die ich in den kommenden Wochen veröffentlichen werde.
Bis dahin folge mir auch gerne auf Instagram unter:
kerstin_coach_gegen_einsamkeit
Und wenn dich ein Thema besonders interessiert oder du Fragen hast, schreibe sie auf jeden Fall in die Kommentare. Ich werde sie super gerne aufgreifen und sie in einem der nächsten Beiträge Beitrag beantworten!
3 Antworten zu „Blog“
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Hi Kerstin.
Was für ein toller Artikel.
Vielen Dank dafür.
Es ist wirklich spannend warum man sich einsam fühlen kann obwohl man unter Menschen ist. Das hasst du sehr gut beschrieben.
Es ist wirklich wichtig das man sich um sich selber kümmert- aber wie du schreibst und wie es bei mir ist- ist es oft garnicht so einfach wenn man noch zu sehr in den alten Mustern steckt.
Ich bin schon gespannt auf deine nächsten Zeilen.
Lg Melanie -
Was für ein toller, einfühlsamer Beitrag der zum Nachdenken anregt. Auch für Menschen die keine Herausforderung mit dem Thema haben.
Vielen Dank hierfür liebe Kerstin! -
Liebe Kerstin,
ich finde deinen Text sehr informativ, inspirierend und sehr schön zu lesen. Man fühlt richtig mit, denn ich bin mir sicher, dass Viele deine Zeilen nachempfinden können. Es ermutigt und ich freue mich auf weitere Texte von dir.
Herzlichen Dank und sonnige Grüße,
Rena

Warum es dir schwer fällt, Verbindungen aufzubauen – obwohl du dich nach Nähe sehnst
Erkenne deine Schutzmauern
Warum bin ich einsam? Warum fällt es mir so schwer, Menschen kennenzulernen? Mit ihnen in Kontakt zu kommen? Und warum gelingt es mir einfach nicht, die richtigen Menschen zu finden? Menschen, die mich so lieben, wie ich bin? Einen Partner zu finden, der wirklich mit mir zusammen sein möchte?
Diese Fragen stellen sich viele Menschen, die sich in ihrem Leben einsam fühlen. Und auch mich haben sie lange begleitet.
Viele Betroffene grübeln und grübeln und grübeln – und finden trotzdem keine Antworten. Und noch viel weniger finden sie Lösungen.
Der Irrweg

Manchmal scheint eine mögliche Antwort zu sein, dass man einfach öfter unter Menschen gehen muss. Auf Partys, auf Konzerte, in Cafés oder Kneipen. Oder dass man offener sein muss, aktiv auf Menschen zugehen, sie ansprechen und sich im Smalltalk üben muss. Vielleicht scheint die zündende Idee zu sein, routinemäßig bestimmten Aktivitäten nachzugehen, sich einem Verein anzuschließen, regelmäßig an den Wochenenden in derselben Location zu feiern oder möglicherweise auch immer wieder auf Dating-Plattformen zu gehen.
Und dann folgt die Ernüchterung: Der Terminplan ist auf einmal voll, aber das Herz immer noch leer. Die Aktivitäten fressen deine Energie. Du musst dich immer mehr motivieren und bist hinterher immer enttäuschter, wenn es wieder nicht geklappt hat: Keine besonderen Gespräche, keine neuen Freunde in Sicht. Ein Partner? Erst recht nicht. Und mit der Zeit wächst der Frust und die Hoffnung auf eine Veränderung schwindet.
Aber warum ist das bei dir so? Anderen gelingt es doch auch mit scheinbar spielerischer Leichtigkeit, Menschen um sich zu scharen und eine neue Liebe zu finden, wenn die Alte gegangen ist.
Was ist an dir nur falsch?
Die Antwort liegt in deiner Vergangenheit
Hier kommt die erlösende Botschaft: Du bist richtig! Genau so, wie du bist!
Das Problem bist nicht du. Das Problem sind deine Schutzmauern!
Wir alle machen im Laufe unseres Lebens schmerzhafte Erfahrungen in unseren Beziehungen. Das beginnt schon in unserer Kindheit. Manchmal sogar schon bei unserer Geburt (oder davor). Das können dramatische Erlebnisse gewesen sein, wie der Verlust uns nahestehender Menschen – im schlimmsten Fall vielleicht sogar der eigenen Eltern. Möglicherweise waren es aber auch nach außen hin eher harmlos wirkende Momente: Wir sind mit unseren kindlichen Bedürfnissen nicht gesehen worden, weil unsere Eltern vielleicht tief und fest schliefen, als wir vor Hunger geschrien haben. Wir wurden ausgeschimpft, weil wir etwas nicht so gemacht haben, wie man es von uns erwartet hat.
An viele dieser Situationen erinnern wir uns später nicht einmal mehr, oder sie erscheinen uns nicht sonderlich schlimm zu sein, weil „das ja normal ist“, wenn die Eltern zum Beispiel laut werden, weil wir nicht auf sie gehört haben.
Solche Erlebnisse verletzen Kinder aber auf einer tiefen emotionalen Ebene, während sie gleichzeitig keine eigenen Fähigkeiten haben, diese Gefühle zu verarbeiten. Die einzige Möglichkeit, mit diesen Erfahrungen umzugehen, ist, sie zu verdrängen. Auch das ist vollkommen normal. Das tun wir alle.

Wenn wir aber im Laufe unseres Lebens immer wieder ähnliche Erfahrungen machen wie Ausgrenzung, Verlust von Freunden oder Liebeskummer, docken diese an die alten Geschichten an. Der alte, unbewusste Schmerz wird wieder wach und wir fühlen uns traurig, ängstlich, verunsichert oder zutiefst verletzt. Und wenn wir in der Zwischenzeit nicht gelernt haben, wie wir mit solchen Gefühlen umgehen können (und die meisten von uns lernen es nicht), verdrängen wir sie erneut – während wir gleichzeitig versuchen, Strategien zu entwickeln, wie wir uns in Zukunft vor solchen emotionalen Gefahren schützen können.
Wir bauen Schutzmauern um uns herum!
Was uns wirklich trennt
Diese Mauern sind zwar nicht aus Stein und auf den ersten Blick unsichtbar. Aber sie sind für unsere Mitmenschen trotzdem (oft unbewusst) spürbar.
Es gibt viele Arten solcher Schutzmauern. Zu den besonders häufig gehören dabei:
Emotionale Distanz: Aus Angst, wieder verletzt zu werden, beschließt dein Unterbewusstsein, andere Menschen emotional auf Abstand zu halten. Du vermeidest Gespräche über Gefühle und gibst wenig von dir preis. Vielleicht hast du sogar in jeder Situation einen passenden Spruch auf den Lippen und schaffst es spielend leicht, ganze Runden zu unterhalten. Sobald es aber emotional wird, bist du innerlich raus, weichst zurück und wirst still oder ausweichend.
Maske aufsetzen: Aus Angst, abgelehnt zu werden, wenn du dich als der Mensch zeigst, der du wirklich bist, verstellst du dich. Du scannst deine Umgebung, versuchst, herauszufinden, was bei deinen Mitmenschen gut ankommt und passt dich an. Dabei bleibst du selbst, dein wahres Sein, aber vollkommen auf der Strecke. Niemand weiß, wer du wirklich bist. Und damit interessiert sich auch niemand für dein authentisches Ich.
Selbstabwertung: Wenn du oft erlebt hast, dass du von anderen Menschen abgewertet wurdest, wirst du diese Abwertung irgendwann selbst übernehmen. Du machst dich innerlich klein, indem du dir einredest, dass du „nicht gut genug“ oder „zu komisch“ bist und dich „eh niemand will“. Damit versuchst du, die Ablehnung durch andere Menschen, die vermeintlich früher oder später ja eh kommt, vorwegzunehmen, um den damit verbundenen Schmerz zu reduzieren. Dabei spürst du nicht, dass genau dieses Selbstbild die Ablehnung erzeugt.

Gedankliche Schutzmauer: Eine ähnliche Strategie sind alte Glaubenssätze. Durch Erfahrungen wie Enttäuschungen, emotionale Verletzungen oder Trennungen hat dein Unterbewusstsein gelernt, dass es für dich nicht möglich zu sein scheint, glückliche Beziehungen zu erleben. Diese alten Erfahrungen werden zu Überzeugungen über dich selbst und über dein Leben, sodass du gar nicht anders kannst, als automatisch davon auszugehen, dass du „immer Single bleiben wirst“, „nicht liebenswert bist“ oder dich „immer anpassen musst, um geliebt zu werden“. Mit diesen Überzeugungen schottest du dich allerdings von der Möglichkeit neuer Erfahrungen ab.
Vermeidung von Nähe: Möglicherweise erlebst du aber doch, dass dir jemand nahe kommt. Und möglicherweise findest du das einerseits auch ganz toll und freust dich wahnsinnig darüber. Aber: Je größer die Freude, desto größer auch die Angst, diese Nähe wieder zu verlieren. Und diese Angst lässt sich blockieren. Du erstarrst innerlich. Plötzlich sind deine Gefühle wie ausgelöscht. Du sagst Verabredungen wieder ab. Du antwortest nicht mehr auf Nachrichten. Und der Kontakt zerbricht.
Es gibt noch viele weitere solcher Schutzmauern. Aber unabhängig davon, wie diese vielleicht bei dir aussehen, die hinter ihnen verborgen liegende Dynamik ist immer ähnlich.
Du kannst die Mauer einreißen
Es gibt aber auch eine gute Nachricht: Genauso, wie du eine physische Mauer aus Stein Stück für Stück abtragen kannst, kannst du das auch mit deiner Schutzmauer!
Der erste und wichtigste Schritt ist, die Mauer zu erkennen: Wenn du das nächste Mal versuchst, neue Menschen kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen oder bestehende Kontakte zu vertiefen, beobachte dich: Beobachte deine Gedanken, deine Gefühle und deine Handlungen. Vielleicht magst du sie dir sogar aufschreiben. Das hilft dabei, dir bewusst zu werden, welche Muster in dir ablaufen. Und vielleicht erwischst du dich in einem Moment, in dem du denkst: „So ein toller Typ will mich doch sicher nicht kennenlernen.“ Oder du merkst, wie du innerlich auf Abstand gehst, genau in dem Moment, in dem dir deine Traumfrau ein nettes Kompliment macht, über das du dich eigentlich freuen solltest.
Wichtig ist, dass du dich nicht dafür verurteilst, wenn du dir deiner Schutzmauern bewusst geworden bist. Sie sind in einem Moment in dein Leben gekommen, in dem es dir schlecht ging und in dem sie dich einfach nur beschützen wollten. Und das haben sie gut gemacht. Dafür darfst du dankbar sein! Jeder Stein dieser Mauern, jede Strategie, die du dir angeeignet hast, egal wie sehr sie dich heute blockiert, wollte vermeiden, dass du wieder verletzt wirst. Und auch, wenn genau das nicht funktioniert hat, war das zum damaligen Zeitpunkt das Beste, was du tun konntest. Deshalb: Sei liebevoll mit dir in diesem Prozess.
Wenn du nun deine Strategien erkannt und sie liebevoll angenommen hast, kannst du langsam damit beginnen, die Steine abzutragen. Dazu ist es notwendig, dass du dir das anschaust, was hinter der Mauer weggeschlossen wurde: Deine alten, verdrängten Gefühle, nicht verarbeitete Verletzungen, Glaubenssätze, die dich nicht weiterbringen, Unsicherheit und Zweifel.

Und vielleicht braucht es dazu einen Menschen an deiner Seite. Einen guten Freund, einen Berater, einen Therapeuten oder einen Coach. Spüre in dich hinein, was oder wen du an deiner Seite brauchst. Vielleicht genügt dir die Stille mit dir selbst, um dich hinter deinen Mauern zu finden. Vielleicht brauchst du den Halt, den dir eine andere Person geben kann.
Probier dich aus. Und sei dabei liebevoll und ehrlich mit dir.
Und wenn du tiefer in das Thema der Einsamkeit einsteigen möchtest, folge mir gerne auf meinem Instagram-Account unter:
kerstin_coach_gegen_einsamkeit
Und wenn du bereits an einem Punkt bist, an dem du spürst, dass du alleine nicht mehr weiter kommst, lade ich dich ein, dir ein kostenloses Gespräch mit mir zu buchen. Dort schauen wir zusammen, wo du stehst und was du brauchst, um dich endlich von deinen unsichtbaren Mauern zu befreien und können diesen Weg gemeinsam gehen, wenn es sich für dich richtig anfühlt:
Lass uns sprechen!
Wenn du Fragen zum Thema “Einsamkeit” hast, eigene Erfahrungen teilen möchtest oder dich ein bestimmtes Thema beschäftigt, zu dem du dir mehr Informationen wünschst, schreibe es gerne in die Kommentare und ich werde in einem der nächsten Beiträge darauf eingehen.
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